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St. Petri Kirche Buxtehude Highlight: Orgel von Philip Furtwängler (1859)

Die über 700 Jahre alte St. Petri Kirche liegt in Mitten der Altstadt von Buxtehude zwischen den sogenannten Vivern (Wasserläufe / Kanäle).

St.-Petri-Kirche

Sie ist das Wahrzeichen der Hansestadt und wird an der Spitze von einem Drachen (als Seepferdchen gestaltet) gekrönt. Urkundlich erwähnt wurde die Sankt Petri Kirche bereits 1296. Mit der Reformation und der Herrschaft der Schweden, wurde sie in ein evangelisches Gotteshaus umgewandelt.

Orgle von Philipp Furtwängler

Die frühromantische Orgel wurde von 1859 Philip Furtwängler erbaut. Philipp Furtwängler, 1800 in Gütenbach (Baden-Württemberg) als drittes von elf Kindern eines Bauern geboren, lernte früh das Handwerk eines Uhrenmachers. Später verlegte er sein Tun auf die Herstellung von Orgeln und wurde so mit über 68 erbauten und 33 restaurierten Kirchenorgeln zu einem der produktivsten Orgelbauern in der Region Elze bei Hildesheim. Hierzu gründete er, zum evangelischen Glauben konvertiert, das Orgelbau-Unternehmen Philipp Furtwängler & Söhne.

Orgel

Orgel

Kunstschätze

Der Passionsaltar im Nordschiff (1500-1520 Meister des Maleramtes Hamburg) mit der Kreuztragung Christi ist das bedeutendste Kunstwerk der Kirche. Der gegenüberliegende Marien-Altar im Südschiff ist eine Fotokopie des Originals, welches sich in der HH-Kunsthalle befindet. Es handelt sich um ein Werk des Meisters Bertram von Minden von 1410 mit dem Leben Marias. Der Hauptaltar von 1710 wurde von Hinrich Römers aus Hamburg geschaffen. Seitlich sind die vier Evangelisten Markus, Lukas, Matthäus und Johannes zu sehen. Die Kanzel mit frühbarocken Knorpelstil wurde 1674 geschaffen und verfügt über ein krönendes „Auge Gottes“.

Das Kirchenhaus der St. Petri Kirche Buxtehude

Die dreischiffige gotische Backsteinbasilika verfügt über einen mächtigen 75 Meter hohen Westturm sowie eine fünfseitige Apsis. Apsis stammt aus dem Griechischen und bedeutet Gewölbe. Die Apsis eine Kirch ist ein halbkreisförmiger Raumteil, meist von einer Halbkuppel überdacht. Neben der Nikolai-Kirche in Lüneburg ist sie die einzige Basilika gotischer Backsteinhallenkirchen. Der Kirchenturm musste nach einem Blitzschlag jeweils 1674 und 1853 neu errichtet. Der Chor (der Apsis vorgelagerten Bereich), der Nebenraum (Sakristei) und das Brauthaus wurden erst zwischen 1898 und 1899 wieder errichtet. Zusätzliches Licht fällt durch eine zusätzliche Fensterreihe (Obergaden nach lübischen Vorbild) in das Kirchenschiff der Sankt Petri Kirche. Die Kirche steht Besuchern offen. Kirchengemeinde: www.st-petri-buxtehude.de

Gerhard Halepaghe

Halepaghe wurde 1420 in Buxtehude geboren und war Viktar (lateinisch für Statthalter) in der Sankt Petri Kirche. Aus dem niederdeutschen Wörtern halen (holen) und page (das Pferd) zusammengesetzt bedeutet Halepaghen demnach „Hol das Pferd“. Es deutet demnach auf die Tätigkeit als Tierarzt hin. Gerhard Halepaghe stammte aus wohlhabenden Verhältnissen und studierte in Leipzig. 1390 wurde eine Lateinschule in Buxtehude gegründet, aus der später das Halepaghen-Gymnasium in Buxtehude hervorging (1952). Vor der Kirche steht ein Denkmal von Gerhard Halepaghe im Brunnen. Halepaghe verlieh früh Geld an Bauern im Alten Land und unterhielt mit den Rückzahlungen Kliniken und Bäder in der Stadt. Die Halepaghen-Stiftung von 1484 zur Unterstützung Bedürftiger und zur Vergabe von Stipendien, ist eine der ältesten Stiftungen Deutschlands.

Gherhardt Halepaghe Brunnen

Gherhardt Halepaghe Brunnen

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte sowie der Hanse. Google+

2 comments

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