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St. Petri Dom Bremen Dom Museum: Kostbarkeiten aus dem 11. Jahrhundert

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St. Petri Dom Bremen blickt auf eine sagenhafte 1.200 jährige Geschichte zurück. Das wunderschöne Gotteshaus war bis zur Reformation Sitz der Bremer Erzbischöfe. Das bedeutende Dom Museum umfasst zudem unschätzbare Kostbarkeiten.

Mit Priester Willehad beginnt die Dom Geschichte

Kaiser Karl der Große machte den angelsächsischen Priester Willehad in Worms 787 zum Bischof von Bremen. Willehad aus Blexen an der Weser war zuvor als Missionar in Friesland und Sachsen unterwegs, um dort den christlichen Glauben zu verbreiten. Im Jahr 789 an Allerheiligen (1. November) weihte er die erste hölzerne Kapelle, den Vorläufer des St. Petri Doms ein. Nachdem bei ihm hohes Fieber einsetzte und er kurz darauf verstarb, setzte man ihn in einer Kapelle am Dom Bremen bei. Ein folgenschwerer Aufstand der Sachsen im Jahr 792 machte dem Gebäude so dann ein jähes Ende. Man entschloss sich in der Folge zu einem steinernen Neubau (805).

Bischof Ansgar kommt nach Bremen

Bischof Ansgar, der auch Apostel des Nordens genannt wurde, ließ die Gebeine seines Vorgängers 860 in den Dom umbetten. Ansgar war ein Mönch des Benediktiner-Ordens und hatte zuvor Heiden im Auftrag des Königs von Schweden in Skandinavien bekehrt. Nachdem er an der Hammaburg die Marienkirche und somit das Erzbistum Hamburg gegründet hatte, wurde er als Erzbischof nach Bremen berufen. Ansgar war es auch, der den Dom Bremen 860 zu einer vor romanischen Saalkirche ostfränkischen Typs samt Altarhaus und Atrium umbauen ließ.


   
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Wiedereröffnung durch Lutheraner nach Verfall

Nach einem Großbrand bei dem die Kirche niederbrannte, erfolgte der Wiederaufbau. Dieser erfolgte im Stil des alten Kölner Doms um 1041 mit einer dreischiffigen Pfeilerbasilika, zwei Krypten und zwei darüber liegenden Chören. Die Einwölbung des vorherigen flachen Daches durch ein steinernes Gewölbe (später Netzgewölbe) begann jedoch erst über 200 Jahre später, nämlich 1250. Zeitgleich wurde auch der Bau der beiden Türme forciert. In Folge der Wirren der Reformation durch Martin Luther und der Teilung der Kirche in Protestanten und Katholiken wurde der nun gotische Dom (Umbau 1500) dem Verfall preisgegeben. Erst 70 Jahre später veranstalteten die Lutheraner wieder einen ersten Gottesdienst.

Sanierung und Grabungen am Bremer Dom

Der durch den Verfall 1638 eingestürzte Südturm wurde rekonstruiert und der St. Petri Dom Bremen erhielt einen neuen Turm an der Kreuzung (Vierung) des Quer- und Hauptschiffs. Zwischen 1888 und 1901 malte man zudem das ganze Gebäude im byzantinischen Stil aus. Letztmalig mussten 1951 Schäden durch Kampfmittel beseitigt werden, bevor der Bremer Dom 1973-85 eine Grundsanierung erhielt und heute im alten Glanz erstrahlt.

Während der Restaurierungen fanden zeitgleich auch archäologischen Grabungen im Dom Mittelschiff statt. Dabei konnte man verschiedene Bischofs- und Erzbischof-Gräber bergen. Kostbare Reliquien und Gewänder kamen zum Vorschein, die im heutigen Dom Museum im gotischen Süd-Anbau zu sehen sind.

Diese Kostbarkeiten im Dom Bremen müssen Sie sehen

Der Bremer St. Petri Dom verfügt über sagenhafte, fünf verschiedene Orgeln. Darunter die Sauer-, Bach-, Silbermann-, Wegscheider- und Klop-Orgel. Von den ursprünglichen acht Glocken aus dem Mittelalter ist nur noch eine “Maria gloriosa” von 1433 erhalten geblieben. Insgesamt gibt es vier Kirchenglocken, von den drei im Nord- und eine im Südturm hängt. Im Bleikeller (hier wurden die Bleiplatten für das Dach gelagert) des Doms sind die Mumien von acht Menschen in offenen Särgen zu besichtigen. Rechts neben dem Haupteingang befindet sich der Bibelgarten im ehemaligen Kreuzgang des Dom Bremen mit über 60 verschiedenen Pflanzen und einer Figur des Pilgers Jacobus in der Garten-Mitte. Das Highlight stellt jedoch zweifelsohne der Besuch des Dom Museum dar, mit gotischen Wandmalereien, Grabbeigaben, Textilien und Kunstgegenständen aus dem 11. bis 15. Jahrhundert. Hier geht es zur Website des Dom Museum Bremen.

Hier findest du den St. Petri Dom Bremen auf der Karte:

   

Christoph Janß

Hallo, ich bin Christoph Janß, Blogger und Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg. Ich habe ein Faible für Geschichte, Architektur sowie Naturaufnahmen. In meiner Werbeagentur Alster-Marketing.com helfe ich Kunden beim Online-Marketing sowie der Erstellung von Websites & Online-Shops.

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