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Rathaus Stade

Das Rathaus Stade an der Hökerstraße wurde zwischen 1667 und 1668 auf den Ruinen des alten Rathauses von 1279 errichtet. Nach dem Dreißigjährigen Krieg zwischen Katholiken und Protestanten ereignete sich 1659 ein großer Brand in Stade, bei dem zwei Drittel der Stadt zerstört wurden. Darunter auch das alte Rathaus. Nur das Gewölbe sowie der Ratskeller blieben verschont. Das Gebäude zeigt Stilelemente der Spätrenaissance sowie des Hochbarock. Im Rathaus befindet sich neben dem Ratskeller auch das Standesamt der Stadt Stade.

Erscheinungsbild

Seit der Errichtung hat sich am äußeren Erscheinungsbild nur wenig verändert. Das Hauptgebäude (Westflügel) mit zwei Etagen zu Seiten der Höckerstraße ist 35 Meter lang. Der Ostflügel misst hingegen 31 Meter. Als Baumaterial wurde hauptsächlich roter Backstein gewählt, sowie roter Sandstein für die Ecken und Schmuckelemente. Teilweise stammen diese Werkstoffe noch vom alten Rathaus, so wie die großen Granitquader auf denen das Gebäude zum Teil basiert.

Im Rathaus

Im Erdgeschoss empfängt den Besucher eine zweiläufige Barocktreppe aus Holz. Im Oberschoss befindet sich der Königsmarck-Saal, benannt nach dem Stadtkommandanten. Heute Sitzungssaal, früher Archiv und Bibliothek. Daneben gibt es das Ratsweinkellerhaus sowie das Ratswärterhaus in denen heute Büros eingerichtet sind. Bemerkenswert ist das große Portal das in den Festsaal führt sowie zwei Gemälde der Englischen Könige Georg IV. und II. Der historische Gewölbekeller war Teil eines ehemaligen Hallenbaus, einer Kaufhalle in auch Handel getrieben wurde, während oben Gericht gehalten wurde oder Rat zusammentrat. Gekrönt wird das Portal von Merkur, Beschützer der Kaufleute und Händler. Zur linken befinden sich die Figuren Prudentia (Klugheit) sowie rechts die Justitia (Gerechtigkeit).

Das Sandsteinportal

Der Ratskeller zählt zu den ältesten Ratskellern in Deutschland und wurde erstmals 1305 im Stadtbuch als Weinkeller und Ausschank erwähnt. Über der Tür halten zwei schwedische Löwen das Königswappen mit der Inschrift „Gerechtigkeit und Frömmigkeit, Friede und Eintracht mögen blühen“. Darunter befindet sich etwas kleiner, das Wappen der Stadt Stade. Die Schweden hatte die Stadt 1645 unter Hans-Christoph Königsmarck erobert und 1712 zur Festung ausgebaut.

Der älteste Ratskeller Deutschlands

Der historische Ratskeller aus dem alten Rathaus wurde bereits 1305 im Stadtbuch als Weinkeller und Schänke erwähnt. Es handelt sich somit einen der ältesten Ratskeller in Deutschland. Er ist über eine Treppe an der Nordseite, links vom Haupteingang zu betreten und verfügt über ein schönes Kreuzrippengewölbe. Im Stader Ratskeller befindet sich heute ein Brauhaus, Biergarten und Weinkeller mit warmer Küche.

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte sowie der Hanse.
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