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Rathaus Lueneburg

Das Rathaus Lueneburg befindet sich zwischen der Waagestraße und der Straße Am Ochsenmarkt. Es erstreckt sich über 142 Meter vom Marktplatz hin zur Straße Am Marienplatz. Die barocke Marktfassade wurde 1720 fertiggestellt. Der älteste Teil geht jedoch bereits auf das Jahr 1230 zurück. Demnach handelt es sich um ein ganzes Ensemble von Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen, die bei Bedarf fortlaufend ergänzt wurden. Der Oberbürgermeister der Hansestadt und auch die Stadtverwaltung haben im Rathaus Ihre Büros. Daneben findet sich hier auch die Touristen Information.

Marktfassade

Die Rathaus Fassade von 1603 am Marktplatz, wurde im Barockstil errichtet und verfügt über einen Turm mit Uhrwerk sowie einem Glockenspiel aus Meißner Porzellan. 1720 wurde diese Fassade nach einem Brand erneuert und durch Elemente des Historismus ergänzt. Die Statuen von H. Schröder (1604 bis 1607) auf den Mauerpfeilern beziehen sich auf Friede, Handel, Gerechtigkeit, Mäßigung und Stärke. Hinzu kommen noch Figuren in den Nischen für Barmherzigkeit, Milde, Wahrheit, Strenge und Klugheit. In diesem Teil des Rathauses befand sich früher auch das Niedergericht für geringe Delikte (Straftaten).

Heilig-Geist-Kapelle

Heilig-Geist-Kapelle

Altbau

Die Bereiche hinter der Marktfassade gehören zum ältesten Teil des Rathauses. Sie gehen auf das Jahr 1230 zurück. Hierzu zählen das Gewandhaus, das für den Handel wertvoller Tuche und Stoffe errichtet wurde. Heute findet sich hier eine Nachbildung des einst umfangreichen Lüneburger Ratssilberschatzes. Daneben befindet sich die sogenannte Heilig-Geist-Kapelle. Das Alte Archiv ist das ehemalige Stadtarchiv Lüneburgs und verfügt über einen sehr schönen gotischen Backsteingiebel an der Straße Am Ochsenmarkt. Das neue klimatisierte Stadtarchiv liegt nun an der Ritterstraße, Ecke Wallstraße. Besucher sollten sich unbedingt auch die Kanzlei und die Bürgermeisterkammer ansehen.

Rathaus Lueneburg - Altes Archiv

Räume des Rathauses

Die gotische Gerichtslaube, in der früher Gericht gehalten wurde, verfügt über wundschöne Decken- und Wandmalereien. Unter anderem vom Meister des Jüngsten Gerichts aus dem 15. Jahrhundert. Der Boden und die spätgotischen Fenster sind im Originalzustand aus dem 14. Jahrhundert erhalten geblieben. Die Buntfenster enthalten Gerechtigkeitsmalereien.

Als Tanz- und Empfangsaal wurde der Fürstensaal (danzhus) errichtet, einer der größten säulenfreien Räume im gotischen Stil zu jener Zeit. An den Wänden finden sich Gemälde spätmittelalterlicher Lüneburger Fürsten.

Die Große Ratsstube, einem Meisterwerk der Renaissance, weist großartige Eichenholzschnitzarbeiten von Albert von Soest auf (1550 bis 1589), einem Meister aus Soest in Westfalen, der sich an Albrecht Dürer orientierte. Die Wandmalereien stammen von Daniel Frese (1540 bis 1611), einem Maler und Kartograph der Spätrenaissance. Es ist einer der größten Renaissance Säle Deutschlands.

Keller des Rathaus Lueneburg

Der Ambrosiuskeller im Zentralen Bereich des Rathauses unter der Gerichtslaube, stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde zuletzt als Lagerhaus für den angrenzenden Ratskeller genutzt. Er verfügt über wunderschöne Kreuzrippengewölbe und Stützpfeiler, die 2013 saniert wurden. Der Ratskeller verfügt über hölzerne Verkleidungen mit Schnitzereien aus dem 19. Jahrhundert von damaligen Architekten Franz Krüger. Die Wandgemälde mit sieben Ansichten Lüneburgs, stammen vom Maler Hugo Friedrich Hartmann.

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte sowie der Hanse.
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